Musikfestival "Sharq Taronalari" ("Melodien des Ostens") in Samarkand
Geschichte des Festivals
Das internationale Musikfestival „Sharq Taronalari" ("Melodien des Ostens") fand erstmals 1997 in Samarkand statt. Es wurde auf Initiative des ersten Präsidenten Usbekistans, Islam Karimow, organisiert. Seither findet das Festival alle zwei Jahre statt, wobei Künstler und Musikensembles aus aller Welt eingeladen werden.
Als Ziele des Musikforums nennen die Organisatoren die Bewahrung und Weiterentwicklung der besten Beispiele nationaler Musikkunst und deren Vermittlung an ein internationales Publikum; die Erziehung der Jugend im Geist der Volkstraditionen sowie den Aufbau internationaler Verbindungen zwischen kreativen Ensembles und Musikern aus verschiedenen Ländern.
Das Festival fand bereits in folgenden Jahren statt:
- 1997
- 1999
- 2001
- 2003
- 2005
- 2007
- 2009
- 2011
- 2013
- 2015
- 2017
- 2019
- 2022, nach Verschiebung des für 2021 geplanten Festivals
Teilnehmer und Organisatoren
Das Festival wird mit Beteiligung des Kulturministeriums, des Sportministeriums Usbekistans, des Nationalen Rundfunkunternehmens Usbekistans, des Komponistenverbands Usbekistans und der Hokimiyat des Gebiets Samarkand durchgeführt. Bei der Durchführung des Wettbewerbs leistet die UNESCO – die Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur – regelmäßige Unterstützung.
Die Zahl der teilnehmenden Länder des Festivals nahm von Jahr zu Jahr zu: Traten beim ersten Festival 1997 Vertreter aus 31 Ländern auf, waren es 2009 bereits aus rund 50 Ländern.
Veranstaltungsort
Das Musikfestival findet in Samarkand auf dem Registan-Platz statt, der zentralen Sehenswürdigkeit der Stadt. Der Platz wird von drei Seiten von den prächtigen Medresen Ulugbek, Scher-Dor und Tilla-Kari umgeben und wird dadurch zu einer der eindrucksvollsten Freilichtbühnen Zentralasiens.
Während der Festivalprogramme werden auf dem Registan Licht- und Tonvorführungen zur Geschichte Samarkands von der Antike bis heute gezeigt: von den ersten Siedlungen und der Ruinenstätte Afrasiab über die Zeit der mongolischen Invasion bis zur Blütezeit Samarkands unter Amir Timur, im Westen als Tamerlan bekannt. In dieser Zeit wurde Samarkand zu einer der größten Städte der Großen Seidenstraße, wo sich Kultur, Handwerk und mittelalterliche Architektur entwickelten.
Samarkand bleibt eine der wichtigsten Städte für eine Reise durch Usbekistan und Zentralasien. Zu seinen Denkmälern gehören der Registan-Platz, die Bibi-Chanym-Moschee, der Mausoleenkomplex Schahi-Sinda, das Ulugbek-Observatorium, das Mausoleum des Chodscha Danijar (Heiliger Daniel) und das Mausoleum Gur-Emir, wo die sterblichen Überreste Tamerlans ruhen.
Festivalprogramm
Über die Jahre wurde das Programm des Musikforums um verschiedene Veranstaltungen ergänzt: Ausstellungen und Messen mit Erzeugnissen lokaler Handwerker, Nationaltrachten, Musikinstrumenten, Alltagsgegenständen und Hausrat. Künstler organisieren Kunstausstellungen, es finden Vorführungen und Konzerte statt. Zum Abschluss des fast eine Woche dauernden Festivals wird gewöhnlich ein Galakonzert mit Feuerwerk veranstaltet.
Da das Festival traditionell im Spätsommer oder Frühherbst stattfindet, fällt es oft mit einer der besten Reisezeiten für Usbekistan zusammen. Nach der Sommerhitze stellt sich angenehmeres Wetter ein, die Basare sind voller Obst und Gemüse, und Reisende können eine kulturell-historische Route durch das Land mit dem Musikprogramm in Samarkand verbinden.
Aktueller Hinweis zur Planung
Im archivierten Ausgangsmaterial wurde das nächste Festival nach 2022 für 2024 erwartet. Für die konkrete Reiseplanung sollten die aktuellen offiziellen Termine vor der Buchung von Hotels, Zügen und dem Samarkand-Teil der Route separat geprüft werden.
Präsentationen, Medien und Neuigkeiten
Foto- und Videomaterialien, Audioaufnahmen und Präsentationen zum Festival „Sharq Taronalari" können bei der Vorbereitung des Kulturprogramms in Samarkand hilfreich sein.
