Geschnitzte Schatullen, Usbekistan
Als bedeutender Bestandteil des architektonischen Dekors Usbekistans fand geschnitztes Holz auch breite Anwendung bei der Herstellung von Alltagsgegenständen, Ständern, Truhen zum Verstauen von Decken, Schränkchen, Schatullen, Federmäppchen, festlichen niedrigen Tischchen Chan-Tachta, Nationalmusikinstrumenten sowie dekorativen vieleckigen Tischchen und Kommoden, die bei der europäischen Stadtbevölkerung in der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts sehr gefragt waren. Bei aller Fülle und Vielfalt der Muster unterscheiden Meister der ornamentalen Flachreliefschnitzerei drei Hauptstilgruppen: Baghdadi, Islimi und Pargori. Jede Gruppe zeichnet sich durch ihr eigenes ornamentales Motiv und ihre kompositorische Struktur, Schnitztechniken und Effekte des Musterreliefs aus. Für die Schnitzerei in Usbekistan werden die besten lokalen Holzarten verwendet: Walnuss, Chinar (Platane), Karagatsch (eine Ulmenart), Artscha (Wacholder), Maulbeerbaum, Pappel, Aprikose u.a. Zeitgenössische Meister verwenden auch importierte Holzarten, hauptsächlich Buche, Eiche, Kiefer. Die zeitgenössische Holzmalerei der usbekischen Meister ist hauptsächlich mit der Herstellung dekorativer Gegenstände verbunden – verschiedenste vieleckige und runde Tischchen, Hocker, Wandschirme, Kommoden, Rahmen, Schatullen.
Schatulle mit Schnitzerei und Malerei, Usbekistan
Schale mit Schnitzerei und Lackminiatur
Geschnitzte und bemalte Tische
Federmäppchen aus Holz und Pappmaché
