Khurdjum- und Allakuli-Khan-Medresen - Chiwa

Ein Doppelhalt nahe der Ostseite von Itschan-Kala, wo Höhenunterschiede und dichte städtische Bebauung eine von Chiwas interessantesten Planungsgeschichten schufen.

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Khurdjum- und Allakuli-Khan-Medresen - Chiwa

Khurdjum- und Allakuli-Khan-Medresen: wo Chiwa sein Geschick im engen Stadtraum zeigt

Diese Medresen bei den Osttoren von Itschan-Kala erzählen eine der praktischsten und interessantesten Planungsgeschichten Chiwas. Die frühere Chodjamberdy-Biy-Medrese, später Khurdjum oder „Satteltasche" genannt, musste neu gedacht werden, als in ihrer Nähe die Allakuli-Khan-Medrese errichtet wurde. Der Unterschied im Bodenniveau und der Eingriff durch eine Rampe schufen ein ungewöhnliches räumliches Verhältnis zwischen den beiden.

Das macht die Station besonders lohnend. Es geht nicht nur um Dekoration. Es geht um städtische Anpassung. Chiwas Baumeister verhandelten ständig zwischen begrenztem Raum, bestehenden Mauern, Handelslinien und früheren Bauten.

Medrese Khurdjum und Allakuli-Khan
Medrese Khurdjum und Allakuli-Khan

Der spätere Bau der Allakuli-Khan-Medrese erforderte sogar, einen Teil der Stadtmauer abzutragen, weil das verfügbare Grundstück zu eng war. Diese eine Tatsache sagt sehr viel über das spätere Chiwa aus: ehrgeizig, dicht bebaut und bereit, sich selbst umzugestalten, wenn Prestige und Praktikabilität es verlangten.

Für Reisende ist diese Station besonders reizvoll, wenn man Städte lieber über ihre Planungslogik liest als nur über große visuelle Effekte. Sie passt natürlich zu Tasch-Hauli, Palwan-Darwoza und den handelsbezogenen Bauten des östlichen Viertels.

Khurdjum und Allakuli-Khan zeigen zusammen ein Chiwa, das sich innerhalb enger Grenzen immer wieder neu erbaute. Das ist einer der Gründe, warum die Altstadt so reich wirkt. Sie wuchs durch Verhandlung, nicht durch Leere.