Muhammad-Rahim-Khan-Medrese

Muhammad-Rahim-Khan-Medrese in Chiwa: eine der größten spätzeitlichen Schulen der Stadt, gegenüber Kunya-Ark aus der Ära des Dichterherrschers Feruz.

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Muhammad-Rahim-Khan-Medrese

Muhammad-Rahim-Khan-Medrese: eine bedeutende Schule später hivinischer Würde

Gegenüber der Kunya-Ark-Festung gelegen, nimmt die Muhammad-Rahim-Khan-Medrese eine der sichtbarsten akademischen Positionen Chiwas ein. Sie wurde 1876 im Auftrag von Muhammad Rahim Khan II. errichtet, besser bekannt als der Dichterherrscher Feruz, und gehört zum späten kulturellen Leben des Khanats.

Schon ihre Größe macht sie bedeutsam. Sie war eine der größten Medresen der Stadt, mit weitläufigem rechteckigem Grundriss, einem vieriwanigen Hof, Ecktürmen und einem imposanten Eingangsportal. Sie drückt gelehrten Ernst aus, aber auch das Selbstbewusstsein der späten Dynastie.

Medrese Muhammad Rahim Khan
Medrese Muhammad Rahim Khan

Auch das Baudatum ist bedeutsam. In den 1870er Jahren lebte das Khanat bereits unter neuem politischem Druck nach dem russischen Vordringen in die Region. In diesem Zusammenhang wirkt eine große Medrese gegenüber der inneren Zitadelle wie mehr als nur ein gewöhnlicher Bau. Sie wirkt wie ein kulturelles Statement.

Für Reisende funktioniert diese Station besonders gut zusammen mit Kunya-Ark, denn die Kombination stellt Macht und Gelehrsamkeit entlang der Route einander gegenüber. Das ist eine der schönen Eigenschaften Chiwas: Die Institutionen bleiben physisch ablesbar.

Wer eine Medrese sucht, die zugleich eindrucksvoll und historisch spät ist, findet in der Muhammad-Rahim-Khan-Medrese eines der besten Beispiele. Sie gehört zum letzten reifen Kapitel Chiwas, als die Stadt noch mit ruhiger Autorität ernsthafte Baudenkmäler schuf.